Als Coach neue Kunden finden

Als Coach neue Kunden finden – 5 Tipps

Rabea Scholz Für Coaches & Therapeuten

Du bist Coach und suchst nach neuen Wegen, um deine Klienten zu erreichen? Oder bist du gerade erst gestartet und weißt nicht, wie du anfangen sollst? In diesem Artikel lernst du, wie du als Coach neue Kunden finden kannst – auch wenn dich noch niemand kennt.

Das große Mindset-Problem der Coaches: Sie wollen sich nicht „verkaufen“. 

Diesen Satz höre ich im Gespräch mit meinen Kunden immer wieder. Äpfel zu verkaufen, das ist okay, oder vielleicht einen Fernseher. Aber doch nicht eine Coaching-Stunde. „Ich kann nicht verkaufen.“ – „Ich will doch niemandem etwas aufschwatzen.“ – „Verkaufen ist so gar nicht meins.“ 

Ja, das kann ich verstehen. Aber wenn du als Coach neue Kunden finden willst, darfst du umdenken. Es geht nicht darum, mit einem Staubsauger von Haustür zu Haustür zu ziehen oder jemandem ein teures Handy-Abo aufzudrängen, der es gar nicht haben will. Verkauf heißt nicht, aufdringlich zu sein, unehrlich zu sein oder nervige Werbung zu machen. Muss es zumindest nicht heißen. 

Schau mal. Du bist Coach. Du machst es zu deiner Lebensaufgabe, anderen Menschen dabei zu helfen, ein glückliches, erfülltes Leben zu führen. Gibt es eine sinnvollere Arbeit als deine? Ich müsste schon eine ganze Weile nachdenken. Was sollte unethisch daran sein, dein Angebot an Menschen heranzutragen, die deine Hilfe brauchen? 

Du musst nicht verkaufen, um als Coach neue Kunden zu finden. Du machst einfach ein unwiderstehliches Angebot. 

„Unwiderstehlich“ bedeutet: ein Angebot, das deinem Klienten ehrlich weiterhilft, sein Leben verbessert und ihm genau das gibt, was er an diesem Punkt braucht. Natürlich so formuliert, dass er auch versteht, dass dein Angebot genau das leisten kann. Das ist Verkauf. 

Wir reden hier nicht davon, dass du irgendjemanden zu deinem Coaching überreden sollst, nur damit du dir Geld in die Tasche scheffeln kannst. Das würde dich aber sowieso nicht glücklich machen, denn du könntest diesem Menschen wahrscheinlich nicht helfen. Es geht also darum, dass du genau die Klienten erreichst, die zu dir passen und für dein Angebot dankbar sind.

Wenn du wirklich ein echtes Problem für deine Klienten lösen kannst, dann werden sie dein Angebot gern annehmen. Dann brauchst du niemanden zu überreden oder gar zu belügen. Du erzählst einfach ehrlich, was du für denjenigen tun kannst, und damit wirst du ihn überzeugen. 

Die 5 Schritte, die dich mit deinen Klienten verbinden

Was bedeutet das nun konkret für dich? Du brauchst mehrere Dinge, wenn du als Coach neue Kunden finden willst: Klarheit über dein Angebot, Klarheit über deine Klienten und einen Weg, ihnen dein Angebot zu präsentieren. Diese 5 Schritte führen dich durch den Prozess. 

1. Kenne deine Positionierung.

Bist du auch einer von den Ich-kann-alles-Coaches? Vielleicht glaubst du, dass du mehr Klienten findest, wenn du alles anbietest, was du kannst. Aber das Gegenteil ist der Fall – hier ist der Beweis: 

* Wenn du Zahnschmerzen hast, gehst du zum Allgemeinmediziner oder zum spezialisierten Zahnarzt? 

* Wenn du einen Sorgerechtsstreit hast, suchst du dir einen Fachanwalt für Familienrecht oder einen Anwalt, „der alles kann“? 

* Wenn du deine Website schreiben lassen möchtest, suchst du dir eine Texterin, die sich auf Coaches spezialisiert hat (zum Beispiel mich! :D), oder einen Texter, der „jeden Text zu jedem Thema“ liefern kann? 

In welchem Bereich liegen deine Stärken? Welchen Klienten kannst du besonders gut helfen? Welche Fachkenntnisse kannst du vorweisen? Was macht dir besonders viel Spaß? Darin liegt deine Positionierung als Coach. 

2. Kenne deine Klienten.

Hast du schon einen Avatar für deinen idealen Klienten erstellt? Ich weiß, diese Übung erfordert etwas Zeit und Anstrengung. Dennoch: Erst wenn du wirklich deine Zielgruppe kennst, kannst du sie auch ansprechen.

75-jährige Senioren sind nur in den seltensten Fällen auf Facebook unterwegs. Jugendliche erreichst du nicht in erster Linie über wissenschaftliche Fachzeitschriften. Und selbst wenn du weißt, wo du werben musst, spricht jede Zielgruppe eine ganz eigene Sprache. 

Außerdem musst du die Hauptprobleme deiner Zielgruppe kennen – und zwar so genau wie möglich. Sonst wird es dir schwerfallen, dein unwiderstehliches Angebot wirklich unwiderstehlich zu machen. Nimm dir also ein paar Minuten Zeit und erstelle deinen Avatar. Hier findest du eine gute Anleitung für deinen idealen Klienten

3. Kenne dein unwiderstehliches Angebot. 

Kenne es so gut, dass du es in einen einzigen Satz verpacken kannst: Welches Problem löst du für wen und welche Strapazen ersparst du deinen Klienten dadurch? Fülle dein Angebot mit strahlenden, positiven Substantiven, die Emotion aufkommen lassen und wirklich leuchten. 

Hier bekommst du mein Angebot als Beispiel, nach dem du arbeiten kannst – und als ganz subtile Werbung. 😉 

Ich helfe Coaches, mit starken Texten immer neue Klienten zu finden – ehrlich, direkt und ohne aufdringliche Werbung.

4. Schaffe dir ein System für dein Marketing. 

Persönliche Empfehlungen sind immer noch eine großartige Möglichkeit für dich, um deinen Klientenkreis auszubauen. Aber wenn du wirklich regelmäßig als Coach neue Kunden finden willst, brauchst du ein System, das auch funktioniert, wenn deine Empfehlungen gerade nicht helfen. 

Ein solches System kann zum Beispiel dein E-Mail-Funnel sein. Das Prinzip ist ganz einfach: Du bietest deinen Lesern per E-Mail kostenlose Informationen an, die ihnen weiterhelfen. Nebenbei lernen sie dich als Coach kennen und schätzen. Wenn ein gewisses Vertrauen aufgebaut ist, kannst du dein Angebot machen – ganz ehrlich und ohne aufdringlich zu sein. Wer Interesse daran hat, wird kaufen. 

Eine andere Möglichkeit ist eine Website, die ein gutes Ranking bei Google erzielt. Es ist leider ein Trugschluss, dass du nur eine Website ins Netz zu stellen brauchst und dann sofort Kunden zu dir kommen. Dafür braucht es eine ganze Menge an Text, und deine Seite sollte SEO-optimiert sein (also von Suchmaschinen wie Google gut gefunden werden können). 

Es gibt viele Möglichkeiten für ein System. Alle brauchen zunächst eine Investition – entweder an Zeit (wenn du es selbst aufbaust) oder an Geld (wenn du einen Profi beauftragst). Wenn es einmal steht, bringt dein System allerdings über viele Monate und auch Jahre neue Kunden zu dir. Es ist der Mühe also wert. 

5. Werde sichtbar. 

Wenn du noch ganz am Anfang stehst, nutze das Netzwerk, das du bereits hast: Erzähle allen Leuten, die du kennst, dass du als Coach arbeitest und neue Klienten annimmst. Das gilt online ebenso wie offline. Sowohl aus deinem Freundeskreis als auch über dein Facebook-Profil können neue Kunden dich finden. 

Als Nächstes geht es darum, sichtbarer zu werden. Social Media sind dazu wunderbar geeignet. Aber achte darauf, dass du dich nicht verzettelst: Auf allen Plattformen aktiv zu sein, ist kaum möglich. Entscheide dich lieber für eine der größten und fokussiere deine Energie. Facebook und Instagram sind zur Zeit gute Anlaufstellen, um als Coach neue Kunden zu finden. 

Auch über Flyer, Visitenkarten oder Broschüren kannst du sichtbar werden. Die Ergebnisse halten sich aber in Grenzen, wenn du deine Materialien nicht wirklich gezielt auslegst. Sie im Supermarkt aufzuhängen, nutzt wenig – überlege daher genau, wo deine Zielgruppe wirklich unterwegs ist. Da du jetzt deinen idealen Klienten kennst, weißt du das ja – richtig? 🙂 

Ein Wort zum Schlus: Mach nicht alles selbst. 

Ja, ich weiß: Gerade am Anfang ist das Geld knapp. Aber rechne einmal durch, wie viel eine professionell gestaltete Website oder die Texte für deinen E-Mail-Funnel dich an Geld kosten – und wie viel Zeit du selbst dafür brauchen würdest. Wenn dein Stundenlohn angemessen ist, kommst du wahrscheinlich billiger davon, wenn du deine Zeit in dein Coaching investierst. Ganz zu schweigen davon, dass ein Profi dir ein besseres Ergebnis liefert. 🙂 

Ich hoffe, du hast aus diesem Artikel ein wenig Inspiration mitnehmen können. Vergiss nicht, diesen Artikel über deine Social Media zu teilen! Vielen Dank dafür. 🙂 

Herzliche Grüße

Deine Rabea